Saures Aufstoßen

Sodbrennen zählt zu den häufigsten Beschwerden in der Schwangerschaft. Besonders im dritten Trimester – also in den letzten Wochen vor der Entbindung – plagen sich viele Frauen mit dem unangenehmen Gefühl von Säure in der Speiseröhre herum. Der Grund liegt in hormonellen Veränderungen, die die Magenmuskulatur entspannen, und darin, dass die wachsende Gebärmutter Druck auf den Magen ausübt. Dabei gibt es verschiedene Strategien, um die Beschwerden zu lindern.
Die erste Anlaufstelle sind oft kleine Verhaltensänderungen. Mehrere kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt belasten den Magen weniger als drei große Essen. Besonders vor dem Schlafengehen sollte die letzte Mahlzeit leicht verdaulich und nicht zu üppig sein. Viele Frauen berichten, dass das Kauen von Kaugummi hilft – es regt die Speichelproduktion an und puffert die Magensäure ab. Auch ausreichend trinken, besonders Wasser, kann die Beschwerden lindern.
Zusätzlich können natürliche Mittel eine Rolle spielen. Flohsamen bilden einen Schleim, der die Magenwand schützt und die Verdauung unterstützt. Auch Haferflocken haben ähnliche Eigenschaften. Diese Ansätze sind sanft und während der Schwangerschaft üblicherweise sicher.
Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichend helfen, kommen Antazida in Betracht – Mittel, die die Magensäure neutralisieren. Es gibt verschiedene Arten, und nicht alle sind in der Schwangerschaft gleichermaßen geeignet. Deshalb sollte eine Schwangere unbedingt mit ihrer Frauenärztin oder ihrem Frauenarzt oder mit der Apothekerin besprechen, welches Mittel am besten passt.
Auch simple physikalische Maßnahmen helfen: aufrecht sitzen statt sich zu legen, lockere Kleidung, die nicht auf dem Bauch drückt, und weniger Schokolade, Kaffee oder scharfe Speisen – dies sind bekannte Trigger. Mit etwas Geduld und dem richtigen Mix aus diesen Strategien lässt sich Sodbrennen in der Schwangerschaft deutlich besser in den Griff bekommen.
Hinweis: Diese Information ersetzt keine Beratung durch Frauenärztin, Frauenarzt oder Apotheker.