Trotz jodiertem Speisesalz

Jod ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, den der menschliche Körper für die Funktion der Schilddrüse benötigt. Die Schilddrüse produziert wichtige Hormone, die den Stoffwechsel regulieren und für Wachstum und Entwicklung unerlässlich sind. Ein Jodmangel kann daher ernsthafte Folgen haben - und überraschenderweise tritt dieses Problem in Deutschland wieder verstärkt auf.
Trotz der seit Jahrzehnten verbreiteten Verwendung von Jodsalz in der Lebensmittelproduktion nimmt die Jodaufnahme der deutschen Bevölkerung ab. Dies liegt unter anderem daran, dass weniger Speisesalz generell verwendet wird, neue Ernährungsgewohnheiten verbreitet sind und manche Menschen bewusst auf Salz verzichten. Der Jodgehalt in Lebensmitteln ist dabei stark von der Jodkonzentration in Böden abhängig, die in vielen Regionen Deutschlands niedrig ist.
Besonders problematisch ist ein Jodmangel während der Schwangerschaft und Stillzeit. Der Fötus ist völlig auf die Jodzufuhr der Mutter angewiesen. Ein Mangel kann zu schweren Entwicklungsstörungen führen, die das Wachstum, die mentale Entwicklung und die körperliche Funktion beeinträchtigen. Auch nach der Geburt brauchen Neugeborene und kleine Kinder ausreichend Jod für ihre gesunde Entwicklung.
Die einfachste Vorbeugung ist, bewusst auf Jodsalz zu achten und die Verwendung in der Küche nicht zu scheuen. Auch bestimmte Lebensmittel wie Seefisch und Meeresfrüchte enthalten natürliches Jod. Wer unsicher ist, kann mit seinem Arzt oder uns in der Apotheke ein Gespräch führen, ob ein Jodpräparat sinnvoll ist - besonders wichtig für Schwangere und Stillende.
Hinweis: Diese Information ersetzt nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.