Bei Kindern bestätigt

Bei Kindern bestätigt
Säfte haben den Ruf, gesund zu sein. Sie enthalten schließlich Vitamine und Nährstoffe aus Früchten. Doch wer genauer hinschaut, muss feststellen, dass viele Säfte einen sehr hohen Zuckergehalt haben – teilweise ähnlich hoch wie Soft-Drinks. Diese verborgene Zuckermenge ist vielen Menschen nicht bewusst, und sie kann ein ernsthaftes Problem darstellen, besonders für Kinder.
Der Zucker in Säften wird vom Körper sehr schnell aufgenommen, was zu schnellen Blutzuckerspitzen führt. Das kann das Risiko für Übergewicht erhöhen, besonders bei Kindern, deren Stoffwechsel noch in der Entwicklung ist. Forscher von der Universität Toronto haben sich dieser Frage genauer gewidmet und die Auswirkungen von Saftkonsum auf das Körpergewicht bei Kindern untersucht.
Die Forschung zeigt, dass häufiger Saftkonsum tatsächlich zu Gewichtszunahme führen kann. Das liegt nicht nur am Zuckergehalt, sondern auch daran, dass flüssige Kalorien weniger sättigend wirken als feste Nahrung. Ein Kind, das ein großes Glas Saft trinkt, nimmt viele Kalorien auf, fühlt sich aber möglicherweise nicht so satt wie beim Essen einer ganzen Orange.
Besonders problematisch ist der tägliche Saftkonsum über längere Zeit hinweg. Wenn Saft zur regulären Mahlzeit oder als Alltags-Getränk wird, addieren sich die Zuckerkalorien schnell auf. Das erhöht nicht nur das Übergewichtsrisiko, sondern kann auch das Zahngesundheitsrisiko erhöhen und den Blutzuckerstoffwechsel langfristig belasten.
Was können Eltern tun? Wasser und ungesüßte Getränke sollten die erste Wahl sein. Wenn Saft, dann in Maßen und idealerweise verdünnt mit Wasser. Frisches Obst ist eine bessere Alternative, da es mehr Ballaststoffe bietet und natürlicher sättigend wirkt. Achten Sie auf die Zutatenlisten bei verpackten Säften und wählen Sie Produkte ohne zugesetzten Zucker.
Hinweis: Diese Informationen ersetzen nicht den Rat Ihres Arztes oder Ihrer Apothekerin.