Schluss mit den Ammenmärchen!

Impfungen gehören zu den erfolgreichsten Maßnahmen der modernen Medizin. Sie schützen uns vor schweren Krankheiten, die früher viele Menschen gelähmt, taub oder sogar getötet haben. Doch rund um das Thema Impfen ranken sich hartnäckige Mythen und Fehlinformationen, die sich besonders in sozialen Medien schnell verbreiten.
Einer der weit verbreiteten Mythen ist, dass Impfungen selbst krank machen. Das ist falsch: Impfungen trainieren das Immunsystem auf sanfte Weise. Kleine, vorübergehende Reaktionen wie leichte Kopfschmerzen oder Müdigkeit nach einer Impfung sind Zeichen, dass das Immunsystem antwortet - das ist erwünscht und kein Grund zur Besorgnis. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind extrem selten.
Ein anderer hartnäckiger Mythos behauptet, dass Impfungen Krebs verursachen. Die wissenschaftliche Forschung hat dies eindeutig widerlegt. Epidemiologische Studien zeigen, dass geimpfte Menschen kein erhöhtes Krebsrisiko haben. Im Gegenteil: Impfungen gegen bestimmte Viren, wie beispielsweise gegen Humane Papillomviren, helfen sogar, bestimmte Krebsarten zu vermeiden.
Auch die Behauptung, dass Impfungen zu Autismus führen, ist längst widerlegt worden. Große wissenschaftliche Untersuchungen konnten keinen Zusammenhang nachweisen. Die ursprüngliche Studie, die diesen Anspruch aufgestellt hatte, war fehlerhaft und wurde zurückgezogen.
Impfungen funktionieren nach einem gut verstandenen biologischen Prinzip: Sie zeigen dem Immunsystem Bilder von gefährlichen Krankheitserregern, ohne dass diese echte Krankheit verursachen. So lernt der Körper, sich zu schützen. Millionen von Menschen haben durch Impfungen ihre Gesundheit bewahrt und ihre Leben verlängert.
Wenn Sie Fragen oder Bedenken zu Impfungen haben, sprechen Sie mit uns in der Apotheke oder mit Ihrem Arzt. Wir helfen Ihnen gerne, sachliche Informationen zu finden.
Hinweis: Diese Information ersetzt nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.