Ächtung, Ätzgefahr!

Ein glattes, ebenmäßiges Hautbild – das ist der Wunsch vieler Menschen. Peelings versprechen, abgestorbene Hautzellen zu entfernen und die Haut zu erneuern. Doch nicht alle Peelings sind gleich, und manche können der Haut mehr schaden als nutzen. Besonders Fruchtsäurepeelings erfordern Vorsicht.
Wie funktionieren Fruchtsäurepeelings? Fruchtsäurepeelings enthalten organische Säuren, die die oberste Hautschicht auflösen und so die Hautstruktur glätten sollen. Das Ergebnis kann tatsächlich beeindruckend sein – die Haut wirkt feiner und gleichmäßiger. Allerdings haben diese Peelings auch eine Kehrseite: Sie sind aggressiv und können die Hautbarriere stark belasten.
Das größte Risiko ist eine Überbehandlung oder die Anwendung auf Haut, die zu empfindlich dafür ist. Wenn die Säure zu lange einwirkt oder zu konzentriert ist, kann sie zu Verletzungen, Rötungen, Schwellungen und sogar Narbenbildung führen. Die Haut wird danach extrem empfindlich und trocken, und der Licht- und Sonnenschutz ist kompromittiert.
Sicherheit beim Peeling. Wenn Sie ein Fruchtsäurepeeling in Betracht ziehen, sollten Sie dies unter fachlicher Anleitung tun – am besten bei einem Dermatologen oder in einer dermatologischen Praxis. Selbstversuche zu Hause können ernst zu nehmende Schäden verursachen. Achten Sie darauf, dass die Konzentration angemessen ist und dass das Peeling nur kurz einwirkt.
Nach einem Peeling ist es essentiell, die Haut gewissenhaft zu pflegen. Ein hoher Lichtschutzfaktor ist absolute Pflicht, und die Haut braucht intensive Feuchtigkeitspflege. Meiden Sie weitere reizende Substanzen und Behandlungen, bis die Haut vollständig genesen ist.
Mechanische Peelings mit Körnchen oder Bürsten sind eine schonendere Alternative, wenn Sie vorsichtig vorgehen. Sprechen Sie in der Apotheke oder beim Arzt, welche Peeling-Methode zu Ihrer Haut passt.
Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.