Bei Hitzewallungen

Hitzewallungen gehören zu den lästigsten Begleitsymptomen der Wechseljahre. Eine Welle von Hitze durchflutet den Körper, das Gesicht wird rot, Schweiß bricht aus – und ebenso schnell geht es vorbei. Für viele Frauen sind diese Anfälle belastend und beeinträchtigen die Lebensqualität erheblich. Phytöstrogene, also pflanzliche Hormone, werden oft als sanfte Alternative angepriesen.
Was sind Phytöstrogene? Phytöstrogene sind Pflanzenstoffe, die eine ähnliche Struktur wie das körpereigene Hormon Östrogen haben. Sie kommen in Pflanzen wie Rotklee oder Soja vor und werden in Präparaten konzentriert. Die Idee dahinter ist verlockend: Wenn die Östrogenproduktion in den Wechseljahren sinkt, sollen diese Pflanzenstoffe den Mangel ausgleichen und damit Hitzewallungen lindern.
Die tatsächliche Wirkung. Die wissenschaftliche Forschung zeigt ein gemischtes Bild. Bei manchen Frauen bringen phytöstrogenhaltige Präparate tatsächlich spürbare Erleichterung, bei anderen wirken sie kaum oder gar nicht. Die Effektivität ist also individuell sehr unterschiedlich. Manche Studien deuten darauf hin, dass die Wirkung eher schwach ausfällt, während Placebos überraschend oft gut helfen.
Wenn Sie Phytöstrogene ausprobieren möchten, können Sie dies gerne unter Rücksprache mit Ihrer Apotheke oder Ihrem Arzt tun. Es gibt verschiedene Darreichungsformen und Präparate – Ihr Apotheker kann Sie beraten, welches zu Ihnen passt. Wichtig ist, dass Sie realistische Erwartungen haben und dem Mittel einige Wochen Zeit geben.
Sollten Hitzewallungen Ihre Lebensqualität stark beeinträchtigen und andere Maßnahmen wie Lebensstiländerungen nicht ausreichen, sollten Sie mit einem Arzt sprechen. Es gibt weitere Optionen, die Ihnen möglicherweise besser helfen.
Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.