Sprühpflaster - eine echte Alternative?

Sprühpflaster aus der Dose wirken praktisch und modern. Einfach auf die Wunde sprühen, und schon sitzt der Wundverschluss fest – ohne mühsames Zurecht-Schneiden von Klebepflastern. Doch nicht für jede Wunde ist dieses Produkt die richtige Wahl.
Wofür eignen sich Sprühpflaster? Diese Produkte funktionieren am besten bei kleineren, oberflächlichen Verletzungen ohne tiefe Schnitte. Sie bilden einen dünnen, elastischen Film, der die Wunde versiegelt und so vor Schmutz und Keimen schützt. Ideal sind sie für leichte Abschürfungen, kleine Kratzer oder Schnitte an Stellen, wo normale Pflaster nicht gut haften.
Allerdings haben Sprühpflaster auch Grenzen. Für tiefere Wunden, die geklebt werden müssen, sind sie nicht geeignet – hier braucht es eine ärztliche Versorgung. Auch bei stark blutenden Wunden oder wenn Wundheilungsstörungen vorliegen, sollten Sie ein klassisches Pflaster oder einen Verband wählen. An sehr beweglichen Körperstellen wie den Gelenken können Sprühpflaster schneller ablösen.
Wichtig ist es, die Wunde vor dem Auftragen gründlich zu reinigen und zu trocknen. Nur dann haftet das Sprühpflaster richtig und schützt wirkungsvoll. Feuchte oder stark schwitzende Stellen sind ebenfalls nicht ideal für diese Produkte.
Sprühpflaster sind eine gute Ergänzung zu klassischen Pflastern – nicht aber ein Ersatz für alle Fälle. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten, welche Wunde welches Produkt benötigt.
Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.