Noch viele essbare Pilze verstrahlt

Im Herbst zieht es viele Menschen in den Wald, um Pilze zu sammeln. Die Freude auf die Ernte ist groß – schließlich gibt es kulinarische Schätze zu entdecken. Allerdings sollten Sie nicht alle Pilzarten gleich behandeln, denn einige von ihnen können erhöhte radioaktive Belastungen aufweisen.
Welche Pilze sind betroffen? Bestimmte Pilzarten haben die Eigenschaft, radioaktive Stoffe aus dem Boden stärker aufzunehmen als andere. Besonders Wildpilze wie Steinpilze, Flockenstielige Hexen-Röhrlinge und Semmelstoppelpilze können erhöhte Werte zeigen. Diese Pilze wachsen tief in der Erde und nehmen Stoffe aus dem Untergrund auf – darunter auch Cäsium, das in manchen Regionen noch aus älteren Kontaminationen im Boden vorhanden ist.
Wenn Sie gerne Pilze sammeln, sollten Sie sich informieren, welche Gebiete in Ihrer Region betroffen sind. Viele Bundesländer und Bundesbehörden bieten aktuelle Informationen zu Belastungen an. Kaufen Sie gezüchtete Champignons und Austernpilze aus dem Handel, haben Sie in dieser Hinsicht kein Problem.
Generell sind gelegentliche Mengen von Wild- oder Waldpilzen unbedenklich. Allerdings sollten Kinder und Schwangere eher zu gezüchteten Pilzen greifen. Wer häufig Wildpilze sammelt und verzehrt, sollte auf eine abwechslungsreiche Ernährung achten und nicht überwiegend auf diese Pilzarten setzen.
Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.